Deutschland hat sich seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 bereits um rund1,9 Grad erwärmt – deutlich stärker als der globale Durchschnitt. Die Folgen spüren wir jeden Sommer: längere Hitzewellen, mehr Tropennächte und immer mehr sogenannte heiße Tage mit Temperaturen über 30 Grad.
Zählte der Deutsche Wetterdienst Anfang der 1950er-Jahre im Mittel noch etwa drei heiße Tage pro Jahr, hat sich diese Zahl bis heute nahezu verdreifacht. In Rekordsommern wie 2003 oder 2018 wurden bundesweit 19 bzw. über 20 heiße Tage gemessen – Tendenz steigend, besonders im Süden Deutschlands, also auch bei uns in Oberbayern.
Viele Schulgebäude sind für diese neuen Sommer nicht gebaut: große Fensterflächen, viele Menschen auf engem Raum, kaum Möglichkeit zur nächtlichen Auskühlung. Klassenräume heizen sich so schnell auf über 30 Grad auf – oft schon am Vormittag. Und die Hitze fällt längst nicht mehr nur in die Ferien: Gerade die Wochen vor den bayerischen Sommerferien und der Schulstart im September bringen regelmäßig Hitzewellen.